Der Ratgeber für Suchterkrankte

Suchterscheinungen Kokain

November 27, 2016 / René B. / Drogen

Der Entzug vom Kokain – und die damit verbundenen Suchterscheinungen:

drugs-908533_1920Der einzige Weg erfolgreich aus der Kokainsucht zu entkommen ist nur ein (am besten professionell begleiteter) Entzug. Je nach schwere der Abhängigkeit ist dabei mit nicht nur mit seelischen, sondern auch mit körperlichen Suchterscheinungen zu rechnen. Hat man die Droge wirklich nur sporadisch zu sich genommen, kommt es so gut wie nie zu einer körperlichen Abhängigkeit. Bei langem und intensiven Kokainkonsum hingegen treten meist folgende körperlichen Entzugserscheinungen auf:

    • Herzklopfen
    • Atemnot
    • Erbrechen
    • Durchfall

 

Psychische Suchterscheinungen sind hingegen keinesfalls auszuschließen. Den im Grunde ist es immer der Kopf, also die Psyche eines Menschen, die ihm zum regelmäßigen Kokaingebrauch „zwingt“. Betroffene beschreiben, dass der Kokain Entzug mit seinen Symptomen ähnlich der Phase ist, in der die Wirkung des Kokains (Coca) allmählich nachlässt (diese Phase wird als das Rauschende bezeichnet). Nur das die Symptome eben länger andauern, wenn man sich nicht eine neue Dosis besorgt. Die Symptome einer Kokain Suchterscheinung lassen sich in drei Kategorien unterteilen:

    1. die erste Phase: diese wird auch als Craving bezeichnet und ist gekennzeichnet von sehr starkem Verlangen nach der Substanz (also dem Kokain).
    2. die zweite Phase: in dieser Phase kommt es zu einer extrem depressiven Verstimmung der betroffenen Person. Hohe Reizbarkeit und lähmende Erschöpfungszustände machen sich breit.
    3. die dritte Phase: In dieser Phase kommt es zu zahlreichen Symptomen eines Entzugs. Während Ende dieser Entzugsphase gehen die Entzugssymptome dann aber auch langsam wieder zurück. Diese Phase kann in der Regel aber bis zu zehn Wochen lang andauern.

 

Wie oben bereits erwähnt können Phase eins und zwei auch eintreten, wenn der Rausch des Kokains wieder allmählich nachlässt. Sie treten also auch oft einfach nach dem letzten Drogenkonsum ein.

Die häufigsten und vor allem typischsten Entzugserscheinung in Phase drei der Suchterscheinungen vom Kokain sind zum Beispiel:

    • die betroffene Person fühlt sich den ganzen Tag absolut niedergeschlagen und hegen im schlimmsten Fall auch Selbstmordgedanken.
    • Personen auf Entzug sind in dieser Phase extrem reizbar und leiden unter starken Konzentrationsstörungen.
    • in dieser Phase kommt es auch zu schier nicht enden wollender Antriebslosigkeit, begleitet von ununterbrochener Müdigkeit.
    • es entstehen Ängste und große Selbstzweifel, es eventuell doch nicht zu schaffen.
    • natürlich bleiben Menschen auf Entzug auch nicht vom schlimmsten Teil der Phase verschont: dem oben erwähnten sogenannten Craving – also dem extremen Verlangen nach der Droge.
    • über mehreren Wochen kommt es zu Psychosen, schlimmen Panikattacken und schweren Depressionen.

 

Um die Suchterscheinungen vom Kokain dauerhaft in den Griff zu bekomme, ist eine stationäre oder eine ambulante Therapie wirklich sehr ratsam. Bei schwerem und lang anhaltenden Drogenkonsum ist eine Einzeltherapie dringend nötig. Im späteren Therapieverlauf werden auch die Angehörigen und eventuell andere süchtige Personen in die Gespräche mit einbezogen.

Weitere Informationen über Kokainsucht finden Sie bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.

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Suchterscheinungen Heroin

November 16, 2016 / René B. / Drogen

Was versteht man eigentlich unter dem Begriff Suchterscheinungen:

Dies ist nichts anderes als eine Entzugserscheinung! Da Heroin eine der stärksten und gefährlichsten Drogen überhaupt ist, wird man von dieser Substanz körperlich sehr schnell abhängig. Liegt nun aber der letzte Konsum von Heroin, aus welchen Gründen auch immer, schon einige Stunden zurück, kommt es schon zu den ersten Suchterscheinungen. Vor allem bei Heroin sind die Gefährlichkeit und auch die Intensität der Suchterscheinung enorm. Genau aus diesem Grund ist es vor allem für Heroin Süchtige so schwer auf Dauer die Finger von der Droge zu lassen. Wie bei allen anderen Drogen auch unterscheidet man auch in diesem Fall zwischen körperlichen und psychischen Suchterscheinungen.

Ein Überblick über die häufigsten körperlichen Entzugserscheinungen:

injecting-519389_1920Zu körperlichen Suchterscheinungen beim Heroin kommt es immer dann, wenn sich der Körper durch diese Substanz bereits verändert hat. Die passiert vor allem bei der regelmäßigen Zufuhr einer hohen Dosis sehr schnell. Stark Abhängige leiden bereits wenige Stunden nach dem letzten Heroinkonsum schon wieder unter ihren Suchterscheinungen. Diese erreichen nach ca. 24 bis 48 Stunden ohne „Schuss“ ihren absoluten Höhepunkt an Intensität. Die häufigste körperliche Suchterscheinung beim Heroinkonsum ist die körperliche Unruhe: der Betroffene bekommt starke Schweißausbrüche und fängt an zu zittern. Danach setzt ein Schwächegefühl ein: die betroffenen Personen leiden an starken Gliederschmerzen. Es kommt auch zu sehr scherzhaften Magenkrämpfen und enormen Brechreiz. Im Zuge dessen leidet der Körper dann auch unter starken Kreislaufstörungen: es kommt nun sehr häufig zu solch massiven Schwankungen der Körpertemperatur, dass lebensbedrohliche Zustände entstehen können. Sehr häufig wird in diesem Zusammenhang auch von schweren Krampfanfällen und akuten Geistesstörungen berichtet. Spätestens diesen Punkt der Suchterscheinung sollte der Abhängige also auf keinen Fall mehr alleine, sondern unter professioneller Überwachung, bewältigen müssen.

Ein Überblick über die häufigsten psychischen Entzugserscheinungen:

Zu psychischen Suchterscheinungen kommt es, da die gewohnte bzw. gewünschte berauschende Wirkung der Droge einfach ausbleibt. In der Drogenszene wird dies als Craving bezeichnet: Die Konsumenten haben in diesem Fall nämlich ein sehr starkes Verlangen nach der Droge. Dieses enorme Verlangen macht sich unter anderem durch ein sehr starke Unruhegefühl bemerkbar. Kann dieses Verlangen, aus welchen Gründen auch immer, nicht gestillt werden, kommt es bei den Betroffenen zu schlimmen Angstzuständen. Diese depressive Verstimmung weitet sich immer mehr aus und kann bis hin zu Selbstmordgedanken gehen.

Weiteres Wissenswertes über die Suchterscheinungen beim Heroin:

Die ersten Entzugserscheinungen setzten, vor allem bei Langzeitabhängigen, bereits nach ca. vier bis sechs Stunden nach der letzten Dosis ein. Dies merkt man vor allem daran, dass der Konsument anfängt sehr reizbar, nervös und/oder ängstlich zu werden. Der Auslöser für Suchterscheinungen ist die Tatsache, dass die Droge einfach allmählich den Körper verlässt. Der körperliche Entzug vom Heroin dauert meist zwei Wochen. Die höchste Intensität der Entzugserscheinung wird in den ersten fünf Tagen ohne Heroin erreicht.

Ein Betroffener über seine Heroinsucht:

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Auswirkungen von Crystal Meth

November 14, 2016 / René B. / Drogen

Intravenöser Konsum von Meth

Crystal Meth körperlich sichtbare Auswirkungen

Drogen sind gefährlich, illegal und verursachen ein erhötes Abhängigkeitspotenzial. Der Stoff des Meth wird geschnupft, geschluckt, gespritzt oder geraucht. Und findet sich als Partydroge häufig wieder. Methamphetamin ist ein kristalliner Stoff, welcher schnell zu einer psychischen Abhängigkeit führt. Und diese Sucht hat immer fatale Folgen.

Der Begriff Crysatl-Meth, hat mehrere Bezeichnungen sie lauten: Crystal, Crystal-Speed und Meth.

Die Auswirkungen

Die Reaktionen sind bei jedem Konsumenten verschieden
Es hängt alles mit der Dosierung, den Wirkstoff, der Verabreichung sowie der somatischen und affektiven Verfassung zusammen.
Das Rauschmittel wirkt aufputschend und energieerzeugend, da der Botenstoff des Adrenalins verstärkt ausgeschüttet wird. Das bedeutet die Abhängigen könnten nächtelang ohne Erschöpfung durchfeiern.
Ohne das Gefühl der Müdigkeit, des Schmerzes und des Hungers zu verspüren. Diese werden unterdrückt. Das Meth führt dem Konsumenten keine neue Energie zu, er steht mehr unter Dauerstress. Die Körpertemperatur sowie der Blutdruck steigt an. Der Puls und die Atmung beschleunigen sich. Der Drang sich zu bewegen und zu erzählen erhöht sich. Die Haut produziert auffallend viel Schweiß. Die Füße und Hände werden eiskalt. Die Augen sind weit aufgerissen, mit den Zähnen wird vermehrt geknirscht. Und das Gesicht zieht Grimassen.

In geringer Dosierung löst Crystal-Meth eine innere Unruhe, Überdrehtheit, Hemmungslosigkeit und manchmal sogar Erregung aus. Erhöhte Mengen könnten Symptome von absoluter Irritation bis zum gänzlichen Verlust des Gedächtnisses hervorrufen. Lebensgefährlich wird es bei einer Überdosierung. Als Folge könnten die Nieren versagen, das Herz bleibt stehen oder es kommt zum Schlaganfall. Bei immer weiteren Meth Konsum tritt: totale Erschöpfung, Kreislaufprobleme sowie Immunschwäche auf.
Des Weiteren kann es zum körperlichen Zusammenbruch kommen. Da sich die Abhängigen, mit der eigenen Kraft und Leistungsfähigkeit überschätzen. Der menschliche Körper wird wortwörtlich zugrunde gerichtet. Die Haare und Zähne fallen aus, Falten bilden sich schneller und die sexuelle Lust verfliegt gänzlich. Außerdem deuten starke Augenringe auf den Konsum von Crystal Meth hin. Der mit dem Konsum der Droge einhergehende Schlafmangel ist hierbei die Ursache für die Augenringe. Um die körperlichen Erscheinungen zu verbergen greifen Konsumenten häufig zu Kosmetika gegen Augenringe und fahle Haut. Die Aggression nimmt zu, die eigene Persönlichkeit verändert sich, meist zum negativen. Ebenso treten seelische Erkrankungen auf, wie der Verfolgungswahn. Crystal baut nicht nur Zellen, sondern auch die Muskeln ab.

Bei längeren Konsum wird oft auf dass Rauchen oder Spritzen umgestiegen. Aus der Sicht der Wissenschaft gesehen, zerstört Crystal Nervenzellen. Das führt wiederum bei dem Konsumenten, zu Insuffizienz im Gehirn.
Meth wirkt im Vergleich zu der Droge Speed, ungefähr um das 5-fache stärker. Die Substanz Methamphetamin hat einen deutlich hohen Reinheitsgrad, da die Droge aus einer chemischen Reduktion von Ephedrin gewonnen wird.

Die Wirkungszeit des Crystal-Meth ist unterschiedlich. Das hängt mit der Einnahme zusammen. Bei dem Schniefen tritt der Einfluss zwischen 5 bis 15 Minuten ein. Bei dem Rauchen allerdings bereits in wenigen Sekunden. Während der sofortigen Injektion mit Hilfe einer Spritze, wirkt Meth sofort. Und wenn Crystal-Meth heruntergeschluckt wird, dauert es bis zu 45 Minuten. Dafür hält die Dauer länger an.
Der Zeitraum indem das Crystal-Meth seine volle Wirkung entfaltet, kann zwischen 6 bis 48 Stunden liegen. Das liegt daran, dass der menschliche Körper das Crystal nur sehr langsam abbauen kann.

Der Handel, der Besitz, der Erwerb und die Weitergabe der Substanz Methamphetamin ist strafbar. Denn es unterliegt dem Beteubungsmittelgesetzt, kurz BtMG. Wer bei dem Handel erwischt wird, kann als bestrafende Konsequenz seinen Führerschein abgeben.

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Volkskrankheit Alkoholsucht

November 9, 2016 / René B. / Alkohol

Alkohol ist eine legale Droge, die nicht zu unterschätzen ist. Es handelt sich hierbei um eine unterschätzte Gefahr, die jeden treffen kann, daher stammt auch der Begriff „Volkskrankheit“. Viele Menschen in Deutschland und überall auf der Welt trinken mehr oder weniger regelmäßig Alkohol, doch wann spricht man von Alkoholsucht?

Alkoholsucht – eine Definition

Unter dem Begriff Alkoholsucht versteht man die Abhängigkeit vom Stoff Ethanol, den alkoholische Getränke enthalten. Ein Synonym aus dem Volksmund ist auch Trunksucht.
In den meisten Ländern, so auch in Deutschland, ist Alkohol gesellschaftlich anerkannt. Das typische Feierabendbier ist hierzulande ganz normale. Alkoholika sind überall erhältlich und anders als in anderen Ländern auch recht erschwinglich. Oft merken die Mitmenschen nicht, wenn ein Freund zum Alkoholiker wird, da das Klischee so aussieht, dass der typische Alkoholkranke ein obdachloser, armer Mensch ist. Doch die Krankheit ist mitten unter uns. Man sieht sie nur viel zu selten. Die Gefahr ist aber immer da.

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Medizinisches Marihuana – Rechtslage in Deutschland

November 4, 2016 / René B. / Rechtliches

Marihuana vom ArztAuch wenn Cannabis nachweislich bei vielen unheilbaren Krankheiten eine Linderung verspricht, so ist in Deutschland der besitzt und der medizinische Einsatz von Marihuana und Haschisch immer noch verboten. Cannabis wird in Deutschland im Betäubungsmittelgesetz erfasst.
1994 wurde zum Thema Cannabis ein Urteil in Deutschland gefällt, dass heute noch für große Verwirrung sorgt. In Lübeck hatte der Richter Walter Neskovic ein Urteil gesprochen, weil er das Recht auf Rausch als ein im Grundgesetz verankertes Recht interpretiere. Dieses Urteil, dass am 9. März 994 gefällt wurde und unter dem Namen „Cannabisurteil“ bekannt ist, wurde aber nicht vom Bundesverfassungsgericht genehmigt.
Doch Delikte in Zusammenhang mit Cannabis seien zu überdenken, meinten auch die Richter vom Bundesverfassungsgericht. Doch bis zum heutigen Tag werden von den einzelnen Bundesländern diese Dinge unterschiedlich bewertet. So ist eine geringe Menge eine schwammige Definition. In einem Bundesland können vier oder fünf Gramm geringe Menge sein, in einem anderen 50 Gramm.
Diese Mengenangaben haben also keinen wirklichen Wert, denn vor Gericht zählen sie nicht. Und straffrei geht niemand aus, der deswegen angeklagt wird.

Tausende Patienten hoffen

Es bleibt für Deutschland zu hoffen, oder vielmehr für die vielen chronischen und unheilbar kranken Menschen, die sich mit Schmerzen quälen, dass endlich wenigstens für diese Gruppe eine Legalisierung von Marihuana erreicht wird.
Der Vorstoß von Gesundheitsminister Gröhe lässt auf jeden Fall hoffen, denn er will ab Frühjahr 2017 Cannabis als Arzneimittel zulassen und auf Kassenrezept ausgeben lassen.
2 Jahre haben Schmerzpatienten auf diesen Moment gewartet. Und für Schmerzpatienten sind 2 Jahre eine Ewigkeit. Es bleibt zu hoffen, dass das Gesetz wirklich alle Gremien passiert und im Frühjahr 2017 in Kraft treten kann. Immer noch sind viele Politiker in der Union der Meinung, dass eine strikte Drogenpolitik eingehalten werden muss. Sicherlich können Drogen nicht wirklich legalisiert werden, aber schwer kranke Menschen, die unermessliche Schmerzen haben, sollten einen Zugang zu diesen schmerzlindernden Mitteln haben.

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Legale Drogen und ihr Gefahrenpotential

November 3, 2016 / René B. / Alkohol, Drogen

Was sind legale Drogen überhaupt? Schon diese Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Geht man davon aus, das alle Substanzen, die zu Rauschzuständen, Bewusstseinsveränderungen und Wahhrnehmungsveränderungen führen können, als Drogen bezeichnet werden können, gibt es sehr viele legale Drogen. Dann müssen wir nämlich auch jene dazu zählen, die gemeinhin als smoking-1418483_1920Genussmittel oder als Medizin bezeichnet werden. Ausgehend von dieser Annahme sind Koffein, Nikotin und Alkohol ebenso legale Drogen wie aufputschende Medikamente, Schnüffelstoffe (wie zum Beispiel Leim, Farbe, Lachgas, Benzin oder Nagellackentferner) aber auch bestimmte Pflanzen, Pilze und Gewürze. Selbst tierische Stoffe wie Kröten-und Schlangengift zählen zu den legalen Drogen. Alle diese Drogen sind in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern nicht explizit verboten. Zumindest ist der Erwerb und Besitz nicht strafbar. Bei Alkohol, Nikotin und Koffein, den Genussmitteln ist natürlich auch der Verkauf an Erwachsene erlaubt.

Wie sieht es aber mit dem Gefahren- bzw Suchtpotential aus? Sind Koffein oder das verwandte Teein gefährlich? Das kann man sicher nicht sagen. Aber Nikotin und Alkohol? Beide Substanzen haben unter Umständen gefährliche gesundheitliche Nebenwirkungen, an denen auch jedes Jahr Menschen vorzeitig sterben. Es gibt ernsthafte Statistiken, nach denen pro Jahr etwa 79.000 Menschen an Alkoholmissbrauch sterben, über 100.000 am Nikotin. Darüber hinaus sterben auch Unbeteiligte, zum Beispiel durch jahrelanges Passiv-Rauchen oder bei durch unter Alkoholeinfluss verursachte Verkehrsunfällen etc. Wieviele Menschen an Medikamentenmissbrauch, am Schnüffeln oder an pflanzlichen Drogen sterben, ist nicht statistisch erfasst. An illegalen, also in Deutschland verbotenen Drogen sterben demgegenüber jährlich um die 1000 bis 1200 Menschen.

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Suchterscheinungen Alkohol

November 2, 2016 / René B. / Alkohol

Allgemeines

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Nach längerer Zeit Alkoholkonsum, vor allem in höheren Mengen, treten bei Betroffenen unterschiedliche unangenehme zumeist körperliche Erscheinungen auf. Dabei treten solche Suchterscheinungen bei Menschen oft sehr unterschiedlich auf, doch folgende Merkmale können darauf schließen, dass der Betroffene Probleme mit Alkohol haben könnte.

Folgende Erscheinungen können dabei zutage treten:

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Drogentherapie: Behandlungsmöglichkeiten der Drogensucht

November 1, 2016 / René B. / Alkohol, Drogen

Drogentherapie

Stationäre Behandlung gegen DrogensuchtDie Drogensucht und der Wunsch nach dem „Aufhören“
Jeder Mensch, der einer Drogensucht verfallen ist, denkt irgendwann daran, wieder aufzuhören. Doch ist es zu diesem Zeitpunkt meist schon zu spät, um einfach so damit aufhören zu können. Wenn der Körper nach der Droge verlangt, hilft oft kein noch so starker Willen, diese Sucht hinter sich zu lassen. Viele Süchtige befinden sich in einer Abwärtsspirale. Ihr Leben wird dominiert von Beschaffungskriminalität und das Drogenmilieu. Sein gesamtes Umfeld hat etwas mit Drogen zu tun, davon Abstand zu nehmen ist fast unmöglich. Es führt in den meisten Fällen kein Weg daran vorbei, sich in eine Entzugsklinik zu begeben und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn sich ein Mensch, der den Drogen verfallen ist, dazu entschließt, sich in einer Klinik behandeln zu lassen, ist es aber nur damit leider nicht getan. Es liegt nun an diesem Menschen selbst, am Ball zu bleiben. Nach der Klinik wird er erstmals auf eine harte Probe gestellt, da er wieder zurück in sein altes Umfeld muss, es sei denn, er erwägt einen Umzug. Dennoch sollte er unbedingt eine ambulante Drogentherapie weiterführen. Ein Süchtiger muss unbedingt lernen, sein Leben mit sinnvollen Tätigkeiten zu gestalten. Er muss sein Leben durchplanen, um nicht wieder in den alten Trott zu verfallen.

Beginn des Entzugs mit einer stationären Behandlung

Wenn sich ein Süchtiger also zum Entzug entschlossen hat, muss er sich im Klaren sein, dass dieser Entzug ausschließlich mit der stationären Phase beginnt. Er muss sich dessen absolut bewusst sein, da ein Entzug im alten Umfeld nichts bringt. Hier fehlt es auch einfach an autoritären Personen und der medizinischen Überwachung. In einer Klinik muss er sich zwangsläufig an Regeln halten. Dort ist die medizinische Versorgung inklusive Ersatzstoffen gewährleistet. Der Suchtkranke macht einen Entzug durch, der nicht angenehm ist, doch ist er in der Klinik eben am besten aufgehoben. Während der stationären Behandlung lernt der Süchtige mit seiner Sucht umzugehen, er geht einem geregelten Tagesablauf nach. Er ergründet seine Vergangenheit und setzt sich mit der Frage, warum er süchtig geworden ist, auseinander. Die Klinik bietet Kunsttherapien, Sportprogramme, etc. an. Gespräche mit Psychologen stehen täglich auf dem Programm. Gruppensitzungen erfreuen sich großer Beliebtheit, da man hier unter Gleichgesinnten offen über seine Sucht und Probleme sprechen darf. Selbstverständlich darf der Patient auch Besuch empfangen und diesen auch in das Therapieprogramm miteinbeziehen. Es ist wichtig, Kontakt zu seiner Familie zu halten, um im wahren Leben wieder auf die Beine zu kommen.
Weiterlesen: Stationäre Behandlung und danach?

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Suchterscheinungen Marihuana

November 1, 2016 / René B. / Drogen

Als Marihuana werden die zerkleinerten getrockneten Blätter und blattnahen Blüten der weiblichen Canabispflanze bezeichnet. Sie dienen als Arneimittel und als Rauschmittel. Als letzeres wird Marihuana in erste Linie geraucht bzw. aus Verdampfern inhaliert. Es wird aber auch in fetthaltigen Lebensmitteln (Haschkekse, Haschschokolade) und ähnlichem konsumiert. Marihuana als Medizin ist schon seit Tausenden Jahren bekannt wird und auch als Rauschmittel, besonders bei rituellen religiösen und kulturellen Veranstaltungen ist es schon ewig in Gebrauch.marijuana-1549805_1920

Es ist bis heute nicht unumstritten, ob und welche gesundheitlichen Auswirkungen der Konsum von Marihuana hat. Das liegt zum einen daran, dass zwar das in der Pflanze vorhandene Canabinoid Tetrahydrocannabinol (THC) relativ gut erforscht ist, die Wissenschaft aber über die Wirkung und Wechselwirkungen viele anderer Canabinoide bisher wenig weiß. Zum anderen scheint es auch sehr auf die persönliche Konstitution des Konsumenten anzukommen, wie gut oder schlecht er die Droge verträgt. Genetische Voraussetzungen spielen ebenso eine Rolle wie das Lebensalter, die Stabilität der Psyche, die individuelle Empfänglichkeit und natürlich auch die Menge des konsumierten Marihuanas. Am gefährlichsten ist wahrscheinlich ein Mischkonsum von Marihuana und anderen Drogen wie Opiaten oder Alkohol.

Allgemein beschreiben die meisten Menschen die seelische Wirkung von Marihuana folgendermaßen: Der Marihuana-Rausch führt zu euphorischen Gefühlen, bei vielen aber gleichzeitig auch zu emotionaler Gelassenheit und zu starken Gedankensprüngen. Die Wahrnehmung wird intensiviert, der Mensch fühlt sich entspannt und glücklich. Nebensächliches erscheint deutlicher und wichtiger. Aus den an sich eher positiven Gefühlen beim Marihuna-Konsum können sich aber auch sehr negative entwickeln. Es kann zu Panik-Gefühlen, zu Wahnvorstellungen, zur Verwirrtheit und zu starken Einschränkungen des Kurzzeitgedächtnisses kommen. Auch kurzfristige körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwindel und Übelkeit sind möglich.

cannabis-448661_1920Wie sich eine Langzeit-Einnahme von Marihuana auf Geist und Körper auswirkt, ist Gegenstand vieler Forschungen aber immer noch nicht wissenschaftlich bewiesen. Es scheint zu einer Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten zu kommen und sich besonders in der Pubertät auch ungünstig auf die allgemeine Entwicklung auszuwirken. Dauerhafte Hirnschädigungen, wie sie zum Beispiel beim Alkohol entstehen, wurden bei Marihuana nicht bewiesen. Eine Schädigung der Lungen durch das Inhalieren von Marihuana ist (über das Risiko des Rauchens allgemein) ebenfalls nicht belegt. Auch über die Möglichkeit einer Abhängigkeit streiten die Geister. Es gibt schon einige Belege dafür, dass eine gewisse Abhängigkeit entstehen, es auf der einen Seite zu einer Toleranzentwicklung und auf der anderen Seite zu Entzugserscheinungen kommen kann. Allerdings ist eine körperliche Abhängigkeit zum Beispiel weitaus geringer als eine Abhängigkeit bei Alkohol oder Opiaten. Die seelische Abhängigkeit dürfte da schon heftiger sein. Man schätzt, dass etwa 5 Prozent der Marihuana-Konsumenten Abhängigkeits-Tendenzen entwickeln. Das Risiko, dass Marihuana-Konsumenten im Laufe der Zeit auf „härtere Drogen“ umsteigen, ist zwar nicht zu leugnen aber ebenfalls eher gering.

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