Der Ratgeber für Suchterkrankte

Symptome und Anzeichen von Drogenmissbrauch

Juni 28, 2017 / Emran / Drogen

Ob jemand Drogen zu sich nimmt, lässt sich anhand von speziellen Verhaltensweisen erkennen. Auch körperliche Symptome zeigen den Drogenkonsum an und weisen auf Veränderungen des Wesens hin. Es kann also vorkommen, dass sich das Verhalten eines Menschen durch Drogeneinfluss urplötzlich verändert. Zum Einen können Stimmungsschwankungen wie Gereiztheit oder Launen ans Tageslicht kommen. Und zum Anderen ist die Person von einem Augenblick auf den anderen in der Lage, wieder fröhlich zu sein und beginnt zu strahlen.

Drogenkonsum führt zur Vernachlässigung der Dinge, die früher gern getan wurden

Meist kommt es auch vor, dass sich der Besagte von seiner Familie zurückzieht und seiner Körperpflege nicht mehr nachkommt. Hobbys und sportliche Aktivitäten werden ebenso vernachlässigt, weil die Person einfach keine Lust mehr dazu hat. Die Schlafgewohnheiten sind sehr stark verändert. Die Nacht wird „durchgemacht“ und am Tag wird geschlafen. Ein Mensch, der regelmäßig Drogen konsumiert, besitzt glasige rote Augen und hat eine laufende oder verschnupfte Nase.

Methamphetamin hat folgende Gesundheitsauswirkungen

Eine Art „Aufgedrehtheit“ kann sich über mehrere Tage oder gar Wochen hinziehen. Der Appetit ist verschwunden, die Person verliert an Gewicht und die Pupillen sind erweitert. Hinzu kommen Aufgeregtheit, Redseligkeit sowie Depressionen und Kontrollverlust. Der Mensch wirkt nervös, schwitzt stark und beginnt zu zittern. Auch Schwindelgefühle, innere Unruhe oder aggressive Verhaltensweisen kommen hinzu.

Beim Konsum von Ecstasy passiert dieses

Körperliche wie geistige Stimulationen sind verändert. Berührungen, Lichteinflüsse und Geräusche werden nur noch verändert wahrgenommen. Der Appetit ist vermindert, die Körpertemperatur steigt an und sinnliche sowie emotionale Reaktionen nehmen zu. Unter Einfluss von Ecstasy kann es sein, dass die Zähne zusammenbeißen, Muskelkrämpfe auftreten und Übelkeit sich hinzugesellt. Außerdem treten Schüttelfrost und starkes Schwitzen auf, was den Körper überhitzen kann und eventuell zum Todesfall führt.

Auswirkungen der Kokaindroge

Bei Kokainabhängigkeit wird das Denken beeinträchtigt und der Mensch scheint aufgebracht, besorgt zu sein oder macht einen verwirrten Eindruck. Hinzu kommen Symptome wie Schlaf-, Appetitlosigkeit oder Panikattacken und Reizbarkeit. Seine Pupillen sind erweitert, sein Sexualtrieb vermindert und Halluzinationen sind an der Tagesordnung. Ein ständiges Kratzen und eine starke Redseligkeit treten zusätzlich auf.

Heroinauswirkungen auf den Körper

Der Mensch erreicht, ähnlich, als wenn er schläft, einen traumähnlichen Zustand. Er dämmert Minuten bzw. Stunden vor sich hin und ein Langzeitkonsument ist manchmal so dermaßen aufgeputscht, dass er den normalen Alltag bestreiten kann. Manchmal entkräftet Heroin aber auch, wobei die besagte Person nicht mehr imstande ist, überhaupt etwas zu tun.

 

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Methoden der Kokainsucht Therapie

Mai 25, 2017 / Emran / Drogen

Bei einer Suchterkrankung sollte man sich zuerst beraten lassen und über sein Suchtverhalten reden, um zu gucken wie schwerwiegend dies ist. Eine Kokainsucht Therapie besteht aus mehreren Bausteinen, die meist nur zusammen zum Erfolg führen.

Der körperliche Entzug

Zuerst sollte eine körperliche Entgiftung stattfinden. Hierbei geht es darum, normale Stoffwechselprozesse in Gang zu bringen und körperliche und psychosomatische Erscheinung, wie beispielsweise starke Stimmungsschwankungen, Ängste, Parnoia und Schlafstörungen, zu beseitigen. Eine medikamentöse Behandlung ist in disem Stadium sinnvoll. In dieser Phase kann der Patient leicht in depressive Episoden versinken, die es dann ebenfalls zu behandeln gilt.

Die NEUROJET Therapie

Die längere Einnahme von Kokain führt zu einer Störung des zentralen Nervensystems, der sogenannten Neurotransmitter. Durch das Konsumieren von Kokain steigt der Dopaminspiegel, fällt jedoch nach etwa 40 Minuten wieder. Dies führt zu Verstimmungen und Depressionen. Um den Dopaminspiegel wieder ansteigen zu lassen, braucht der Körper erneut Kokain. Schnell befindet man sich in der Spirale der Kokainsucht.
Bei der N.E.S. Therapie wird mithilfe von Eletroden, die im Bereichs der Ohren befestigt werden und Stimmulationen auf die Hirnregion ausüben, dem Körper die Einnahme von Kokain vorgetäuscht. Der Patient verspürt bei dieser Therapie keinerlei Schmerzen, lediglich ein leichtes Kribbeln kann bemerkt werden. Der Suchtmechanismus kann somit unterbrochen werden.

Die Psychotherapie

Das wichtigste Element der Kokainsucht Therapie ist die Psychotherapie. Als Erstes muss herausgefunden werden, was zur Kokainsucht geführt hat. Der Patient muss lernen sein Selbstwertgefühl und sein Selbstbewusstsein aufzubauen und zu stärken. Er muss ebenfalls lernen mitseinen Gefühlen und Stimmungen umzugehen.
Eine Veränderung des sozialen Umfelds ist unumgänglich. Der Patient sollte sich einen neuen Bekannten- und Freundeskreis aufbauen, mit Menschen, die nicht süchtig sind. Es ist hilfreich, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, um sich auf längerer Dauer mit Mitfühlenden auszustauschen. Sollte der Patient nach Beendigung der stationären Therapie noch nicht ausreichend stabil sein, ist es überlegenswert, ihn in ein betreutes Wohnen unterzubringen.

Die Nachsorge

Nach dem Klinikaufenthalt beginnt die nächste Stufe. Der Patient ist zum Großteil auf sich allein gestellt und in Gefahr, in alte Gewohnheiten zurück zu fallen. Die meisten Patienten werden weiterhin in einer Suchtambulanz betreut. Dort kann man über Probleme im Alltag reden und versuchen Hilfestellungen auszuarbeiten. Das Besuchen der Selbsthilfegruppe und eine ambulante Psychotherapie sind jetzt ratsam.

 

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Medizinisches Marihuana

April 21, 2017 / Emran / Drogen

Cannabis wird nicht nur als Genussmittel oder für spirituelle Zwecke benutzt, sondern auch für medizinische Zwecke. Es kann bei vielen Krankheiten oder Beschwerden Schmerzen lindern. Wichtig ist aber zu wisse, dass Krankheiten dadurch nicht geheilt werden können.

Die Geschichte des medizinischen Marihuana
Schon seit Jahrtausenden wird Hanf als Arzneimittel verwendet. Im Jahr 2737 soll Shen Nung, der Kaiser von China, das Harz von Cannabis bei allerhand Beschwerden empfohlen haben, darunter Malaria, Gicht und Frauenkrankheiten.
Auch die berühmte Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) soll dieses Wundermittel in ihren Aufzeichnungen erwähnt haben. Im Jahr 1839 erhielt Hanf dann Einzug in die Schulmedizin in Europa. William Brooke O’Shaugnessy stellte eine muskelentspannende Wirkung von indischem Hanf fest.
Das Schlafmittel Bromidia war im 19. Jahrhundert sehr populär. Unter anderem bestand es aus Cannabisextrakten.
Im Jahr 1964 begann die moderne Cannabis-Forschung. Sie begannen damit, den Wirkstoff THC zu isolieren.
Die Verwendung von Cannabis ist immer noch umstritten, allerdings gibt es viele Leute, die sich dafür einsetzen, auch in Deutschland.

Anwendungsgebiete
Krebs ist noch nicht heilbar, doch die vielen Nebenwirkungen der Behandlung können mit Cannabis gut gelindert werden, zum Beispiel Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
Forscher sind sich noch nicht einig, ob das Mittel auch bei ADHS hilft. Es liegen hierzu noch keine brauchbaren Studien vor, doch es wird in Betracht gezogen.
Cannabis hat auf jeden Fall eine antidepressive Wirkung. Jedoch sind die Wirkungen so komplex, dass daran noch weiter geforscht werden muss.

Kosten
Für viele Erkrankte ist Cannabis unerschwinglich, dabei müsste das gar nicht so sein. Die Krankenkassen lehnen die Kostenübernahme bis jetzt komplett ab. Nun hat ein Gericht aber entschieden, dass Schwerkranke ihr eigenes Gras anbauen dürfen. Es wird nun überlegt, eine Behörde für medizinische Cannabis einzurichten, genauso wie in den Niederlanden.

 

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Marihuana – Legalisation und Regulation

März 17, 2017 / Emran / Drogen

Schon seit einigen Jahren ist die Legalisierung von Marihuana im Gespräch. Allerdings scheint man sich bei der Regulierung bis heute nicht richtig einig zu sein. Dabei könnte man sich an anderen europäischen Ländern wie zum Beispiel den Niederlanden orientieren. Hier sind Haschisch und Marihuana schon seit vielen Jahren legal. Beides wird in sogenannten Coffee-Shops angeboten. Wäre das auch eine Alternative für Deutschland?

Bedingt bereit zur Legalisierung.

Marihuana ist nicht so schädlich wie Alkohol. Trotzdem tut sich die Politik schwer damit beides auf eine Stufe zu stellen. Dabei sollten aktuelle Erkenntnisse über die noch illegale Droge Marihuana langsam auch bei den Politikern angekommen sein. Der Verkauf in Coffee-Shops ist in Deutschland eher undenkbar. Viel mehr könnte der Verkauf in Apotheken stattfinden.

Sauberes Zeug aus der Apotheke?

Der Verkauf von Marihuana in Apotheken hätte durchaus einige Vorteile. Es kann eine saubere und kontrollierte Abgabe durch die Apotheker gewährleistet werden. Das nutzt auch dem Konsument. Denn er kann sich darauf verlassen, dass er sauberes Zeug erhält. Auf der Straße kan sich der Konsument darauf nicht verlassen.

Alternativen zur Apotheken

Eigentlich ist es in Deutschland kaum denkbar, dass Marihuana in gewöhnlichen Geschäften, ähnlich wie in den Niederlanden, vertrieben wird. Es gibt also keine wirkliche Alternative zu Apotheken.

Wann kommt der Stein ins Rollen?

Bisher hält sich die Politik relativ bedeckt, wenn es um das Thema der Legalisierung von Marihuana geht. Eigentlich ist das Thema Legalisierung von weichen Drogen schon lange auf den Tischen der Politiker. Scheinbar hält die Politik dieses Thema aber nicht für wichtig genug, um es sofort zu behandeln. Vielleicht hat die Politik in dieser heiklen Angelegenheit noch nicht die passenden Antworten auf durchaus komplexe Fragen gefunden, die sich bei diesem Thema stellen.

Was genau darf verkauft werden und in welcher Menge – und vor allem wo findet der Verkauf statt?

Vielleicht werden wir darauf schon bald Antworten erhalten. Es scheint aber eher so zu sein, dass wir auf die Legalisierung von Marihuana in angemessener Regulation noch sehr lange warten müssen. Dabei könnte es so einfach sein!

 

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Langzeitauswirkung von Heroin auf den Mensch

Februar 15, 2017 / Emran / Drogen

Fatale Folgen bei der Langzeiteinnahme von Heroin.

Wenn Heroin, welches zu den stärksten Opiaten zählt, über einen längeren Zeitraum konsumiert wird, entstehen nicht nur für den Körper sondern auch für die Psyche fatale Folgen.
Die Heroinabhängigkeit zählt damit zu den schlimmsten Suchterkrankungen überhaupt. Reines Heroin schädigt zwar nicht den Körper, aber die Psyche. Die körperlichen Schäden treten dann durch die fatale Lebensweise ein, die Suchtkranke einnehmen, um sich die Droge Heroin zu beschaffen. Oft wird Heroin jedoch durch sogenannte Verschnittstoffe gestreckt. Diese nehmen dabei eine Anteil von bis zu 95 Prozent ein, und schädigen den Körper extrem.

Besonders der Mischkonsum von Heroin ist gefährlich.

Heroin wird oft in Kombination mit Alkohol oder anderen Drogen eingenommen. Dieser Mischkonsum ist für den Körper eine extreme Belastung. Doch nicht nur der Mischkonsum sind auf gefährliche Krankheiten zurückzuführen. Durch Unsauberkeit, etwa gemeinschaftlich genutztes Spritzbesteck, werden gefährliche Krankheiten wie Hepatitis, HIV und andere schwere Krankheiten übertragen. Die meisten Heroin Konsumenten sind nicht nur sozial völlig verendet. Oft steht die Suchterkrankung in Verbindung mit schwerer Beschaffungskriminalität. Die Abhängigen denken nur noch in kurzen Zeittaktungen, wobei sich alles um die Beschaffung neuer Drogen dreht. Dabei wird Kriminalität oder auch gesundheitliche Gefahren, etwa bei der Prostitution, billigend in Kauf genommen.

Schwere Organschädigungen sind keine Seltenheit.

Konsumenten von Heroin haben oft sehr schwere Organschäden. Nicht nur Haare und Zähne fallen aus, weil sich im Körper Entzündungen entwickeln, auch die Haut selbst ist oft übersät mit schwerem Ausschlag, was aufgrund von Vergiftungen entstanden ist. Aber auch verstopfte Venen, Lebererkrankungen und eine schwere Lungenentzündung sind die Folgen von regelmässigem Heroin Konsum. Empfindungslosigkeit wird ebenfalls durch Heroin ausgelöst. Der Suchterkrankte stumpft ab, und ist nicht mehr in der Lage für sich selbst realistische Entscheidungen im Leben zu treffen. Neben der psychischen Abhängigkeit , kommt es auch zu einer physischen Abhängigkeit. Diese Auswirkungen sind nicht nur in der Galle bemerkbar, sondern können auch ganze Zellgruppen abtöten. Da es durch diese Abhängigkeit zu einer immer höheren Dosis kommt, die eingenommen werden muss, um dasselbe zu empfinden, kann es beim Konsum von Heroin auch zu einer Überdosierung kommen, die letztendlich zum Tod führt.

Heroin bringt schlimme Begleiterscheinungen mit sich.

Bei regelmässigem Konsum von Heroin, passt sich der Körper der Droge an und reagiert mit schlimmen Begleiterscheinungen, wenn die Droge im Körper abgebaut oder reduziert wird. Dazu zählen nicht nur Muskelkrämpfe, Erbrechen und Durchfall, sondern auch Knochenschmerzen und Schlaflosigkeit. Dieser Entzug wird unter Suchterkrankten auch als „turkey“ bezeichnet.

 

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Droge Methadon (Überblick)

Januar 12, 2017 / Emran / Drogen

Methadon im Überblick
Methadon ist ein synthetisch hergestelltes Opioid. Opioide sind Opium sehr ähnlich und weisen zudem morphinartige Eigenschaften auf. Methadon ist ein Heroin-Ersatzstoff und hat seine Wirkung in Heroin-Suchtfällen mehrfach bewiesen. Deshalb wurde es im Jahre 2005 von der Weltgesundheitsorganisation (kurz: WHO) in die Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der WHO aufgenommen. Optisch ähnelt Methadon eher Kokain als Heroin, es ist ein weißes bis hellgraues kristallines Pulver.

Geschichte
Methadon wurde 1937 von Gustav Ehrhart und Max Bockmühl, die beide Mitarbeiter der Hoechster Farbwerke (heute: Hoechst AG) mit Sitz in Frankfurt am Main waren, entwickelt. 1938 meldeten sie das mit der Synthesennummer VA 10820 versehene Methadon zum Patent an. Erst 1947 erhielt Methadon seinen heutigen Namen, bis dorthin war es nur unter seiner Synthesennummer bekannt. In einer kleinen klinischen Studie wurde die schmerzlindernde beziehungsweise -betäubende Wirkung von VA 10820 erstmals festgestellt. Die analgetische (schmerzlindernde) Wirkung wurde erst 1945 von Otto Schaumann hunderprozentig festgestellt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fand VA 10820 seinen Weg nach Amerika, wo es von Eli Lilly erstmals groß vermarktet wurde. Ab 1947 war in den USA ein Schmerzmittel unter dem Namen Dolophine® mit dem Wirkstoff Methadone erhältlich. Das Herstellungsrecht war für jedes andere Land zum Kauf freigegeben. Erst mit Anfang 1949 konnte die neu gegründete Hoechst AG Methadon selbst auf den Markt bringen, als stark wirkendes Schmerzmittel unter dem Namen Polamidon®.

Chemische Zusammensetzung
Die Summenformel von Methadon lautet C21H27NO. Folglich besteht es aus 21 Kohlenstoff-Atomen, 27 Wasserstoff-Atomen sowie einem Stickstoff- und einem Sauerstoff-Atom. Rein der chemischen Struktur nach unterscheidet sich Methadon stark von Morphin und Heroin. Methadon gehört zur Gruppe der Agonisten, also Substanzen, die ihre Wirkung erst durch eine Bindung mit einem Rezeptor entfalten.

Wirkung und Nebenwirkungen
Methadon hebt in geringem Ausmaß die aktuelle Stimmung, es wirkt jedoch stärker dämpfend und stärker schmerzlindernd als andere Opioide. Die dämpfende Wirkung wird häufig als ein watteähnlicher Nebel wahrgenommen. Als Heroin-Ersatz hat Methadon keinen Einfluss auf Koordination, Sprache sowie akustische und optische Wahrnehmung. Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn der Methadon-Konsument bereits durch früheren Heroin-Konsum an diese Wirkung gewöhnt war.
Mögliche Nebenwirkungen:
Methadon hat einen starken Einfluss auf das Schlafverhalten, wie die Reduktion der Traum- und Tiefschlafphasen. Als physische Effekte können Schwitzen, Gewichtszunahme, ein trockener Mund oder eine Rötung im Gesichts- und Halsbereich auftreten. Zudem können Konzentrationsschwierigkeiten, verminderte Aufmerksamkeit bis hin zu Depressionen auftreten. Es kann zu einer opinoid-typischen Pupillenverengung, einer langsamen Atmung, einem niedrigen Puls, Verstopfungen, Schwindelgefühl und Schmerzunempfindlichkeit kommen. Die Einnahme von Methadon kann zum Menstruationsausfall bei Frauen führen.
Eine Überdosis Methadon hat dieselben Effekte wie eine Heroin-Überdosierung.

Einnahme
Methadon wird ausschließlich oral verabreicht. Es ist in Tropfen- und Tablettenform, aber auch als eine Art Sirup erhältlich und rezept- und apothekenpflichtig. Neben dem Arzneimittelgesetz unterliegt Methadon zusätzlich auch noch dem Suchtmittelgesetz, da es stark abhängig machen kann. Die Wirkung von Methadon setzt, verglichen mit Heroin, deutlich weniger intensiv und erst spät ein, das heißt nach ungefähr einer halben Stunde. Bis zur kompletten Ausscheidung einer Methadon-Dosis kann es bis zu 25 Stunden in Anspruch nehmen, folglich hat Methadon eine äußerst lang anhaltende Wirkung.

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Unter Drogen am Steuer: Führerschein weg

Dezember 19, 2016 / René B. / Rechtliches

Drogeneinfluss im Straßenverkehr hat einen Entzug der Fahrerlaubnis zur FolgeSich unter Alkohol und Drogeneinfluss als aktiver Teilnehmer in den Straßenverkehr zu begeben erscheint einem absolut verantwortungslos und tödlich, dennoch verlieren jedes Jahr tausende deutsche Ihren Führerschein wegen Drogenkonsum. (Quelle: www.destatis.de)
Viele Betroffene beschweren sich im Nachhinein darüber, dass der Konsum der verbotenen Substanzen bereits mehrere Tage zurückliegt und sie daher nicht mehr beeinträchtigt waren. Diese Aussage kann unter Umständen insofern richtig sein, dass z.B. die Wirkung eines Halluzinogenes die Sinne nicht mehr „merklich“ beeinflusst d.h. optische Illusionen und das typische Farbenspiel vor den Augen treten nicht mehr auf. Doch Fakt ist, dass der Körper noch Tage nach dem Konsum noch nicht vollständig wieder hergestellt ist. Das wohl am besten geläufige Beispiel für diesen Effekt ist der „Hangover“ nach übermäßigem Alkoholkonsum. Die meisten Menschen haben wohl schon die Erfahrung gemacht sich bis zu 3 Tage später noch nicht wieder ganz fit zu fühlen. Die Auswirkungen illegaler Drogen  kann hierbei bis zu 10 mal ausgeprägter sein.

Habe ich eine Chance meinen Führerschein zurück zu erlangen?

Ist der Führerschein einmal weg, ohne das eine endgültige Sperre veranlasst wurde ist eine MPU notwendig um den Führerschein wieder zu bekommen.
Die MPU ist ein kostspieliger und zeitaufwendiger Prozess. Die wenigsten bestehen diese Untersuchung durch einen Psychologen beim ersten Anlauf. Deshalb ist einem dazu zu raten nicht unvorbereitet zur MPU zu erscheinen. Ihre Fahrschule kann Ihnen hierbei in der Regel eine gute Beratungsstelle in Ihrer Nähe empfehlen.

Eine positive Urinkontrolle, oder gar ein Wischtest sind noch keine handfesten Beweise um einen Führerschein Entzug geltend zu machen. Allerdings gilt ein positiver Schnelltest, für die Polizei als ausreichender Verdacht um den Fahrer für den Moment das Fahren zu untersagen. Ob der Drogenkonsum weit genug in der Vergangenheit liegt um den Führerschein zu entziehen entscheidet dann eine Blutanalyse durch einen Arzt. Bitte beachten Sie hierbei, dass die Polizei das Recht hat Sie zu einer sofortigen Blutanalyse in ein Krankenhaus begleiten darf. Dies geschieht im Sinne einer Beweismittel Feststellung.

Wir haben auch schon Erfahrungen mit Patienten gemacht, die zur MPU geladen wurden. Nach einer professionellen MPU Beratung vermittelt durch eine Fahrschule in Aachen ist die MPU zu überdurchschnittlich hohen Zahlen positiv ausgefallen.

Die hohen Kosten und der große Aufwand den die MPU mit sich bringt werden meistens als unangemessen betrachtet, doch sollen genau diese als Abschreckung wirken und dem Fahrzeughalter den hohen Stellenwert einer Fahrerlaubnis vor Augen führen.

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Drogenkauf für den Eigenbedarf – Rechtslage in Deutschland

Dezember 9, 2016 / René B. / Drogen, Rechtliches

Vorwort:

Cannabis illegal für den EigenbedarfDie Hanfsorte Cannabis wird vielfach auch umgangssprachlich als „Gras“ und „Marihuana“ bezeichnet und es handelt sich dabei um die Blätter und Blütentrauben der weiblichen Pflanzen.
Anbau, Besitz und Handel sind strafbar:
Zitat aus „Juraforum“ vom 11.12.2014: „Der deutsche Gesetzgeber hat die Gefahren, die von Cannabis ausgehen, erkannt und damit den Wirkstoff THC nach § 1 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) in Verbindung mit der Anlage 1 zum BtMG zu einem nicht verkehrsfähigen Stoff erklärt.
Daher sind nach den §§ 29 ff. BtMG Anbau, Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, sonstige Inverkehrbringung, Erwerb und Besitz von allen Pflanzenteilen des Cannabis strafbar, sofern diese ohne Genehmigung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erfolgen.
Daraus folgt, dass der Konsum von Cannabis nicht verboten ist. Die rechtliche Begründung rührt daher, dass eine Selbstschädigung in Deutschland als eine straffreie Handlung angesehen wird, solange damit keine Fremdgefährdung mit der Handlung einhergeht.“

Ausnahme: Besitz einer geringen Menge zum Eigenbedarf

Zitat aus „Juraforum“ vom 11.12.2014:Es herrscht allgemeiner Konsens darüber, dass der Konsum auch ohne tatsächlichen Besitz des Cannabis möglich sei. Jedoch wird eine solche Konstellation, in der man beispielsweise an einem hingehaltenen Joint zieht, – also man den Joint nicht selbst in der Hand hält und ergo nicht in dessen Besitz ist – in der Praxis nicht sehr häufig vorkommen. Wohl aus diesem Grunde haben die einzelnen Bundesländer entsprechende Richtlinien für die Strafverfolgungsbehörden erlassen, nach denen ausnahmsweise ein Besitz von geringer Menge zum Eigenbedarf folgenlos bleiben kann.
Bei der geringen Menge im Falle des Eigenbedarfs handelt es sich um das Gesamtgewicht der sichergestellten Substanz.

Je nach Bundesland variiert die „Geringe Menge“ und nachfolgend werden die einzelnen erlaubten Mengen aufgeführt:
Baden- Württemberg 6 g, Bayern 6 g, Berlin 10 g, Brandenburg 6 g, Bremen 6 g, Hamburg 6 g, Hessen 6 g, Mecklenburg-Vorpommern 6 g, Niedersachsen 6 g, Nordrhein-Westfalen 10 g, Rheinland-Pfalz 10 g, Saarland 6 g, Sachsen 6 g, Sachsen-Anhalt 6 g, Schleswig-Holstein 6 g, Thüringen 6 g.

Zitat aus „Juraforum“ vom 11.12.2014:
Bei den Angaben ist jedoch zu beachten, dass es sich lediglich um Richtwerte handelt. Sowohl die Staatsanwaltschaften als auch die Gerichte können im Einzelfall hiervon also abweichen. Das wird insbesondere dann der Fall sein, wenn man wiederholt wegen Drogenbesitzes in geringen Mengen erwischt wurde oder sonstige besondere Umstände im Zusammenhang mit der Tat vorliegen.
In solchen Fällen werden die Staatsanwaltschaften die Verfahren aber vermutlich nach § 153a STPO gegen Auflagen ( z.B. Arbeitsstunden, Geldauflage oder Beratung in einer geeigneten Einrichtung) einstellen, um den Betroffenen/ die Betroffene zur Einsicht zu bewegen.“

Fazit:

Es gibt keinen Anspruch auf ein Absehen von der Strafverfolgung wegen Besitzes von Cannabis in geringen Mengen zu Eigenbedarf.
Es mag zwar Richtwerte geben, nach denen dies theoretisch möglich ist, allerdings sind diese Richtwerte kein Garant für Straffreiheit, denn häufig ist der Einzelfall entscheidend.
Dies gilt auch hinsichtlich des grundsätzlich straffreien Konsums von Cannabis.
Sobald nämlich eine Fremdgefährdung vorliegt, ist die Grenze zum strafbaren Handeln in jedem Fall überschritten„.

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Suchterscheinungen Kokain

November 27, 2016 / René B. / Drogen

Der Entzug vom Kokain – und die damit verbundenen Suchterscheinungen:

drugs-908533_1920Der einzige Weg erfolgreich aus der Kokainsucht zu entkommen ist nur ein (am besten professionell begleiteter) Entzug. Je nach schwere der Abhängigkeit ist dabei mit nicht nur mit seelischen, sondern auch mit körperlichen Suchterscheinungen zu rechnen. Hat man die Droge wirklich nur sporadisch zu sich genommen, kommt es so gut wie nie zu einer körperlichen Abhängigkeit. Bei langem und intensiven Kokainkonsum hingegen treten meist folgende körperlichen Entzugserscheinungen auf:

    • Herzklopfen
    • Atemnot
    • Erbrechen
    • Durchfall

 

Psychische Suchterscheinungen sind hingegen keinesfalls auszuschließen. Den im Grunde ist es immer der Kopf, also die Psyche eines Menschen, die ihm zum regelmäßigen Kokaingebrauch „zwingt“. Betroffene beschreiben, dass der Kokain Entzug mit seinen Symptomen ähnlich der Phase ist, in der die Wirkung des Kokains (Coca) allmählich nachlässt (diese Phase wird als das Rauschende bezeichnet). Nur das die Symptome eben länger andauern, wenn man sich nicht eine neue Dosis besorgt. Die Symptome einer Kokain Suchterscheinung lassen sich in drei Kategorien unterteilen:

    1. die erste Phase: diese wird auch als Craving bezeichnet und ist gekennzeichnet von sehr starkem Verlangen nach der Substanz (also dem Kokain).
    2. die zweite Phase: in dieser Phase kommt es zu einer extrem depressiven Verstimmung der betroffenen Person. Hohe Reizbarkeit und lähmende Erschöpfungszustände machen sich breit.
    3. die dritte Phase: In dieser Phase kommt es zu zahlreichen Symptomen eines Entzugs. Während Ende dieser Entzugsphase gehen die Entzugssymptome dann aber auch langsam wieder zurück. Diese Phase kann in der Regel aber bis zu zehn Wochen lang andauern.

 

Wie oben bereits erwähnt können Phase eins und zwei auch eintreten, wenn der Rausch des Kokains wieder allmählich nachlässt. Sie treten also auch oft einfach nach dem letzten Drogenkonsum ein.

Die häufigsten und vor allem typischsten Entzugserscheinung in Phase drei der Suchterscheinungen vom Kokain sind zum Beispiel:

    • die betroffene Person fühlt sich den ganzen Tag absolut niedergeschlagen und hegen im schlimmsten Fall auch Selbstmordgedanken.
    • Personen auf Entzug sind in dieser Phase extrem reizbar und leiden unter starken Konzentrationsstörungen.
    • in dieser Phase kommt es auch zu schier nicht enden wollender Antriebslosigkeit, begleitet von ununterbrochener Müdigkeit.
    • es entstehen Ängste und große Selbstzweifel, es eventuell doch nicht zu schaffen.
    • natürlich bleiben Menschen auf Entzug auch nicht vom schlimmsten Teil der Phase verschont: dem oben erwähnten sogenannten Craving – also dem extremen Verlangen nach der Droge.
    • über mehreren Wochen kommt es zu Psychosen, schlimmen Panikattacken und schweren Depressionen.

 

Um die Suchterscheinungen vom Kokain dauerhaft in den Griff zu bekomme, ist eine stationäre oder eine ambulante Therapie wirklich sehr ratsam. Bei schwerem und lang anhaltenden Drogenkonsum ist eine Einzeltherapie dringend nötig. Im späteren Therapieverlauf werden auch die Angehörigen und eventuell andere süchtige Personen in die Gespräche mit einbezogen.

Weitere Informationen über Kokainsucht finden Sie bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.

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Suchterscheinungen Heroin

November 16, 2016 / René B. / Drogen

Was versteht man eigentlich unter dem Begriff Suchterscheinungen:

Dies ist nichts anderes als eine Entzugserscheinung! Da Heroin eine der stärksten und gefährlichsten Drogen überhaupt ist, wird man von dieser Substanz körperlich sehr schnell abhängig. Liegt nun aber der letzte Konsum von Heroin, aus welchen Gründen auch immer, schon einige Stunden zurück, kommt es schon zu den ersten Suchterscheinungen. Vor allem bei Heroin sind die Gefährlichkeit und auch die Intensität der Suchterscheinung enorm. Genau aus diesem Grund ist es vor allem für Heroin Süchtige so schwer auf Dauer die Finger von der Droge zu lassen. Wie bei allen anderen Drogen auch unterscheidet man auch in diesem Fall zwischen körperlichen und psychischen Suchterscheinungen.

Ein Überblick über die häufigsten körperlichen Entzugserscheinungen:

injecting-519389_1920Zu körperlichen Suchterscheinungen beim Heroin kommt es immer dann, wenn sich der Körper durch diese Substanz bereits verändert hat. Die passiert vor allem bei der regelmäßigen Zufuhr einer hohen Dosis sehr schnell. Stark Abhängige leiden bereits wenige Stunden nach dem letzten Heroinkonsum schon wieder unter ihren Suchterscheinungen. Diese erreichen nach ca. 24 bis 48 Stunden ohne „Schuss“ ihren absoluten Höhepunkt an Intensität. Die häufigste körperliche Suchterscheinung beim Heroinkonsum ist die körperliche Unruhe: der Betroffene bekommt starke Schweißausbrüche und fängt an zu zittern. Danach setzt ein Schwächegefühl ein: die betroffenen Personen leiden an starken Gliederschmerzen. Es kommt auch zu sehr scherzhaften Magenkrämpfen und enormen Brechreiz. Im Zuge dessen leidet der Körper dann auch unter starken Kreislaufstörungen: es kommt nun sehr häufig zu solch massiven Schwankungen der Körpertemperatur, dass lebensbedrohliche Zustände entstehen können. Sehr häufig wird in diesem Zusammenhang auch von schweren Krampfanfällen und akuten Geistesstörungen berichtet. Spätestens diesen Punkt der Suchterscheinung sollte der Abhängige also auf keinen Fall mehr alleine, sondern unter professioneller Überwachung, bewältigen müssen.

Ein Überblick über die häufigsten psychischen Entzugserscheinungen:

Zu psychischen Suchterscheinungen kommt es, da die gewohnte bzw. gewünschte berauschende Wirkung der Droge einfach ausbleibt. In der Drogenszene wird dies als Craving bezeichnet: Die Konsumenten haben in diesem Fall nämlich ein sehr starkes Verlangen nach der Droge. Dieses enorme Verlangen macht sich unter anderem durch ein sehr starke Unruhegefühl bemerkbar. Kann dieses Verlangen, aus welchen Gründen auch immer, nicht gestillt werden, kommt es bei den Betroffenen zu schlimmen Angstzuständen. Diese depressive Verstimmung weitet sich immer mehr aus und kann bis hin zu Selbstmordgedanken gehen.

Weiteres Wissenswertes über die Suchterscheinungen beim Heroin:

Die ersten Entzugserscheinungen setzten, vor allem bei Langzeitabhängigen, bereits nach ca. vier bis sechs Stunden nach der letzten Dosis ein. Dies merkt man vor allem daran, dass der Konsument anfängt sehr reizbar, nervös und/oder ängstlich zu werden. Der Auslöser für Suchterscheinungen ist die Tatsache, dass die Droge einfach allmählich den Körper verlässt. Der körperliche Entzug vom Heroin dauert meist zwei Wochen. Die höchste Intensität der Entzugserscheinung wird in den ersten fünf Tagen ohne Heroin erreicht.

Ein Betroffener über seine Heroinsucht:

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Auswirkungen von Crystal Meth

November 14, 2016 / René B. / Drogen

Intravenöser Konsum von Meth

Crystal Meth körperlich sichtbare Auswirkungen

Drogen sind gefährlich, illegal und verursachen ein erhötes Abhängigkeitspotenzial. Der Stoff des Meth wird geschnupft, geschluckt, gespritzt oder geraucht. Und findet sich als Partydroge häufig wieder. Methamphetamin ist ein kristalliner Stoff, welcher schnell zu einer psychischen Abhängigkeit führt. Und diese Sucht hat immer fatale Folgen.

Der Begriff Crysatl-Meth, hat mehrere Bezeichnungen sie lauten: Crystal, Crystal-Speed und Meth.

Die Auswirkungen

Die Reaktionen sind bei jedem Konsumenten verschieden
Es hängt alles mit der Dosierung, den Wirkstoff, der Verabreichung sowie der somatischen und affektiven Verfassung zusammen.
Das Rauschmittel wirkt aufputschend und energieerzeugend, da der Botenstoff des Adrenalins verstärkt ausgeschüttet wird. Das bedeutet die Abhängigen könnten nächtelang ohne Erschöpfung durchfeiern.
Ohne das Gefühl der Müdigkeit, des Schmerzes und des Hungers zu verspüren. Diese werden unterdrückt. Das Meth führt dem Konsumenten keine neue Energie zu, er steht mehr unter Dauerstress. Die Körpertemperatur sowie der Blutdruck steigt an. Der Puls und die Atmung beschleunigen sich. Der Drang sich zu bewegen und zu erzählen erhöht sich. Die Haut produziert auffallend viel Schweiß. Die Füße und Hände werden eiskalt. Die Augen sind weit aufgerissen, mit den Zähnen wird vermehrt geknirscht. Und das Gesicht zieht Grimassen.

In geringer Dosierung löst Crystal-Meth eine innere Unruhe, Überdrehtheit, Hemmungslosigkeit und manchmal sogar Erregung aus. Erhöhte Mengen könnten Symptome von absoluter Irritation bis zum gänzlichen Verlust des Gedächtnisses hervorrufen. Lebensgefährlich wird es bei einer Überdosierung. Als Folge könnten die Nieren versagen, das Herz bleibt stehen oder es kommt zum Schlaganfall. Bei immer weiteren Meth Konsum tritt: totale Erschöpfung, Kreislaufprobleme sowie Immunschwäche auf.
Des Weiteren kann es zum körperlichen Zusammenbruch kommen. Da sich die Abhängigen, mit der eigenen Kraft und Leistungsfähigkeit überschätzen. Der menschliche Körper wird wortwörtlich zugrunde gerichtet. Die Haare und Zähne fallen aus, Falten bilden sich schneller und die sexuelle Lust verfliegt gänzlich. Außerdem deuten starke Augenringe auf den Konsum von Crystal Meth hin. Der mit dem Konsum der Droge einhergehende Schlafmangel ist hierbei die Ursache für die Augenringe. Um die körperlichen Erscheinungen zu verbergen greifen Konsumenten häufig zu Kosmetika gegen Augenringe und fahle Haut. Die Aggression nimmt zu, die eigene Persönlichkeit verändert sich, meist zum negativen. Ebenso treten seelische Erkrankungen auf, wie der Verfolgungswahn. Crystal baut nicht nur Zellen, sondern auch die Muskeln ab.

Bei längeren Konsum wird oft auf dass Rauchen oder Spritzen umgestiegen. Aus der Sicht der Wissenschaft gesehen, zerstört Crystal Nervenzellen. Das führt wiederum bei dem Konsumenten, zu Insuffizienz im Gehirn.
Meth wirkt im Vergleich zu der Droge Speed, ungefähr um das 5-fache stärker. Die Substanz Methamphetamin hat einen deutlich hohen Reinheitsgrad, da die Droge aus einer chemischen Reduktion von Ephedrin gewonnen wird.

Die Wirkungszeit des Crystal-Meth ist unterschiedlich. Das hängt mit der Einnahme zusammen. Bei dem Schniefen tritt der Einfluss zwischen 5 bis 15 Minuten ein. Bei dem Rauchen allerdings bereits in wenigen Sekunden. Während der sofortigen Injektion mit Hilfe einer Spritze, wirkt Meth sofort. Und wenn Crystal-Meth heruntergeschluckt wird, dauert es bis zu 45 Minuten. Dafür hält die Dauer länger an.
Der Zeitraum indem das Crystal-Meth seine volle Wirkung entfaltet, kann zwischen 6 bis 48 Stunden liegen. Das liegt daran, dass der menschliche Körper das Crystal nur sehr langsam abbauen kann.

Der Handel, der Besitz, der Erwerb und die Weitergabe der Substanz Methamphetamin ist strafbar. Denn es unterliegt dem Beteubungsmittelgesetzt, kurz BtMG. Wer bei dem Handel erwischt wird, kann als bestrafende Konsequenz seinen Führerschein abgeben.

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Volkskrankheit Alkoholsucht

November 9, 2016 / René B. / Alkohol

Alkohol ist eine legale Droge, die nicht zu unterschätzen ist. Es handelt sich hierbei um eine unterschätzte Gefahr, die jeden treffen kann, daher stammt auch der Begriff „Volkskrankheit“. Viele Menschen in Deutschland und überall auf der Welt trinken mehr oder weniger regelmäßig Alkohol, doch wann spricht man von Alkoholsucht?

Alkoholsucht – eine Definition

Unter dem Begriff Alkoholsucht versteht man die Abhängigkeit vom Stoff Ethanol, den alkoholische Getränke enthalten. Ein Synonym aus dem Volksmund ist auch Trunksucht.
In den meisten Ländern, so auch in Deutschland, ist Alkohol gesellschaftlich anerkannt. Das typische Feierabendbier ist hierzulande ganz normale. Alkoholika sind überall erhältlich und anders als in anderen Ländern auch recht erschwinglich. Oft merken die Mitmenschen nicht, wenn ein Freund zum Alkoholiker wird, da das Klischee so aussieht, dass der typische Alkoholkranke ein obdachloser, armer Mensch ist. Doch die Krankheit ist mitten unter uns. Man sieht sie nur viel zu selten. Die Gefahr ist aber immer da.

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Medizinisches Marihuana – Rechtslage in Deutschland

November 4, 2016 / René B. / Rechtliches

Marihuana vom ArztAuch wenn Cannabis nachweislich bei vielen unheilbaren Krankheiten eine Linderung verspricht, so ist in Deutschland der besitzt und der medizinische Einsatz von Marihuana und Haschisch immer noch verboten. Cannabis wird in Deutschland im Betäubungsmittelgesetz erfasst.
1994 wurde zum Thema Cannabis ein Urteil in Deutschland gefällt, dass heute noch für große Verwirrung sorgt. In Lübeck hatte der Richter Walter Neskovic ein Urteil gesprochen, weil er das Recht auf Rausch als ein im Grundgesetz verankertes Recht interpretiere. Dieses Urteil, dass am 9. März 994 gefällt wurde und unter dem Namen „Cannabisurteil“ bekannt ist, wurde aber nicht vom Bundesverfassungsgericht genehmigt.
Doch Delikte in Zusammenhang mit Cannabis seien zu überdenken, meinten auch die Richter vom Bundesverfassungsgericht. Doch bis zum heutigen Tag werden von den einzelnen Bundesländern diese Dinge unterschiedlich bewertet. So ist eine geringe Menge eine schwammige Definition. In einem Bundesland können vier oder fünf Gramm geringe Menge sein, in einem anderen 50 Gramm.
Diese Mengenangaben haben also keinen wirklichen Wert, denn vor Gericht zählen sie nicht. Und straffrei geht niemand aus, der deswegen angeklagt wird.

Tausende Patienten hoffen

Es bleibt für Deutschland zu hoffen, oder vielmehr für die vielen chronischen und unheilbar kranken Menschen, die sich mit Schmerzen quälen, dass endlich wenigstens für diese Gruppe eine Legalisierung von Marihuana erreicht wird.
Der Vorstoß von Gesundheitsminister Gröhe lässt auf jeden Fall hoffen, denn er will ab Frühjahr 2017 Cannabis als Arzneimittel zulassen und auf Kassenrezept ausgeben lassen.
2 Jahre haben Schmerzpatienten auf diesen Moment gewartet. Und für Schmerzpatienten sind 2 Jahre eine Ewigkeit. Es bleibt zu hoffen, dass das Gesetz wirklich alle Gremien passiert und im Frühjahr 2017 in Kraft treten kann. Immer noch sind viele Politiker in der Union der Meinung, dass eine strikte Drogenpolitik eingehalten werden muss. Sicherlich können Drogen nicht wirklich legalisiert werden, aber schwer kranke Menschen, die unermessliche Schmerzen haben, sollten einen Zugang zu diesen schmerzlindernden Mitteln haben.

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Legale Drogen und ihr Gefahrenpotential

November 3, 2016 / René B. / Alkohol, Drogen

Was sind legale Drogen überhaupt? Schon diese Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Geht man davon aus, das alle Substanzen, die zu Rauschzuständen, Bewusstseinsveränderungen und Wahhrnehmungsveränderungen führen können, als Drogen bezeichnet werden können, gibt es sehr viele legale Drogen. Dann müssen wir nämlich auch jene dazu zählen, die gemeinhin als smoking-1418483_1920Genussmittel oder als Medizin bezeichnet werden. Ausgehend von dieser Annahme sind Koffein, Nikotin und Alkohol ebenso legale Drogen wie aufputschende Medikamente, Schnüffelstoffe (wie zum Beispiel Leim, Farbe, Lachgas, Benzin oder Nagellackentferner) aber auch bestimmte Pflanzen, Pilze und Gewürze. Selbst tierische Stoffe wie Kröten-und Schlangengift zählen zu den legalen Drogen. Alle diese Drogen sind in Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern nicht explizit verboten. Zumindest ist der Erwerb und Besitz nicht strafbar. Bei Alkohol, Nikotin und Koffein, den Genussmitteln ist natürlich auch der Verkauf an Erwachsene erlaubt.

Wie sieht es aber mit dem Gefahren- bzw Suchtpotential aus? Sind Koffein oder das verwandte Teein gefährlich? Das kann man sicher nicht sagen. Aber Nikotin und Alkohol? Beide Substanzen haben unter Umständen gefährliche gesundheitliche Nebenwirkungen, an denen auch jedes Jahr Menschen vorzeitig sterben. Es gibt ernsthafte Statistiken, nach denen pro Jahr etwa 79.000 Menschen an Alkoholmissbrauch sterben, über 100.000 am Nikotin. Darüber hinaus sterben auch Unbeteiligte, zum Beispiel durch jahrelanges Passiv-Rauchen oder bei durch unter Alkoholeinfluss verursachte Verkehrsunfällen etc. Wieviele Menschen an Medikamentenmissbrauch, am Schnüffeln oder an pflanzlichen Drogen sterben, ist nicht statistisch erfasst. An illegalen, also in Deutschland verbotenen Drogen sterben demgegenüber jährlich um die 1000 bis 1200 Menschen.

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Suchterscheinungen Alkohol

November 2, 2016 / René B. / Alkohol

Allgemeines

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Nach längerer Zeit Alkoholkonsum, vor allem in höheren Mengen, treten bei Betroffenen unterschiedliche unangenehme zumeist körperliche Erscheinungen auf. Dabei treten solche Suchterscheinungen bei Menschen oft sehr unterschiedlich auf, doch folgende Merkmale können darauf schließen, dass der Betroffene Probleme mit Alkohol haben könnte.

Folgende Erscheinungen können dabei zutage treten:

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Drogentherapie: Behandlungsmöglichkeiten der Drogensucht

November 1, 2016 / René B. / Alkohol, Drogen

Drogentherapie

Stationäre Behandlung gegen DrogensuchtDie Drogensucht und der Wunsch nach dem „Aufhören“
Jeder Mensch, der einer Drogensucht verfallen ist, denkt irgendwann daran, wieder aufzuhören. Doch ist es zu diesem Zeitpunkt meist schon zu spät, um einfach so damit aufhören zu können. Wenn der Körper nach der Droge verlangt, hilft oft kein noch so starker Willen, diese Sucht hinter sich zu lassen. Viele Süchtige befinden sich in einer Abwärtsspirale. Ihr Leben wird dominiert von Beschaffungskriminalität und das Drogenmilieu. Sein gesamtes Umfeld hat etwas mit Drogen zu tun, davon Abstand zu nehmen ist fast unmöglich. Es führt in den meisten Fällen kein Weg daran vorbei, sich in eine Entzugsklinik zu begeben und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn sich ein Mensch, der den Drogen verfallen ist, dazu entschließt, sich in einer Klinik behandeln zu lassen, ist es aber nur damit leider nicht getan. Es liegt nun an diesem Menschen selbst, am Ball zu bleiben. Nach der Klinik wird er erstmals auf eine harte Probe gestellt, da er wieder zurück in sein altes Umfeld muss, es sei denn, er erwägt einen Umzug. Dennoch sollte er unbedingt eine ambulante Drogentherapie weiterführen. Ein Süchtiger muss unbedingt lernen, sein Leben mit sinnvollen Tätigkeiten zu gestalten. Er muss sein Leben durchplanen, um nicht wieder in den alten Trott zu verfallen.

Beginn des Entzugs mit einer stationären Behandlung

Wenn sich ein Süchtiger also zum Entzug entschlossen hat, muss er sich im Klaren sein, dass dieser Entzug ausschließlich mit der stationären Phase beginnt. Er muss sich dessen absolut bewusst sein, da ein Entzug im alten Umfeld nichts bringt. Hier fehlt es auch einfach an autoritären Personen und der medizinischen Überwachung. In einer Klinik muss er sich zwangsläufig an Regeln halten. Dort ist die medizinische Versorgung inklusive Ersatzstoffen gewährleistet. Der Suchtkranke macht einen Entzug durch, der nicht angenehm ist, doch ist er in der Klinik eben am besten aufgehoben. Während der stationären Behandlung lernt der Süchtige mit seiner Sucht umzugehen, er geht einem geregelten Tagesablauf nach. Er ergründet seine Vergangenheit und setzt sich mit der Frage, warum er süchtig geworden ist, auseinander. Die Klinik bietet Kunsttherapien, Sportprogramme, etc. an. Gespräche mit Psychologen stehen täglich auf dem Programm. Gruppensitzungen erfreuen sich großer Beliebtheit, da man hier unter Gleichgesinnten offen über seine Sucht und Probleme sprechen darf. Selbstverständlich darf der Patient auch Besuch empfangen und diesen auch in das Therapieprogramm miteinbeziehen. Es ist wichtig, Kontakt zu seiner Familie zu halten, um im wahren Leben wieder auf die Beine zu kommen.
Weiterlesen: Stationäre Behandlung und danach?

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Suchterscheinungen Marihuana

November 1, 2016 / René B. / Drogen

Als Marihuana werden die zerkleinerten getrockneten Blätter und blattnahen Blüten der weiblichen Canabispflanze bezeichnet. Sie dienen als Arneimittel und als Rauschmittel. Als letzeres wird Marihuana in erste Linie geraucht bzw. aus Verdampfern inhaliert. Es wird aber auch in fetthaltigen Lebensmitteln (Haschkekse, Haschschokolade) und ähnlichem konsumiert. Marihuana als Medizin ist schon seit Tausenden Jahren bekannt wird und auch als Rauschmittel, besonders bei rituellen religiösen und kulturellen Veranstaltungen ist es schon ewig in Gebrauch.marijuana-1549805_1920

Es ist bis heute nicht unumstritten, ob und welche gesundheitlichen Auswirkungen der Konsum von Marihuana hat. Das liegt zum einen daran, dass zwar das in der Pflanze vorhandene Canabinoid Tetrahydrocannabinol (THC) relativ gut erforscht ist, die Wissenschaft aber über die Wirkung und Wechselwirkungen viele anderer Canabinoide bisher wenig weiß. Zum anderen scheint es auch sehr auf die persönliche Konstitution des Konsumenten anzukommen, wie gut oder schlecht er die Droge verträgt. Genetische Voraussetzungen spielen ebenso eine Rolle wie das Lebensalter, die Stabilität der Psyche, die individuelle Empfänglichkeit und natürlich auch die Menge des konsumierten Marihuanas. Am gefährlichsten ist wahrscheinlich ein Mischkonsum von Marihuana und anderen Drogen wie Opiaten oder Alkohol.

Allgemein beschreiben die meisten Menschen die seelische Wirkung von Marihuana folgendermaßen: Der Marihuana-Rausch führt zu euphorischen Gefühlen, bei vielen aber gleichzeitig auch zu emotionaler Gelassenheit und zu starken Gedankensprüngen. Die Wahrnehmung wird intensiviert, der Mensch fühlt sich entspannt und glücklich. Nebensächliches erscheint deutlicher und wichtiger. Aus den an sich eher positiven Gefühlen beim Marihuna-Konsum können sich aber auch sehr negative entwickeln. Es kann zu Panik-Gefühlen, zu Wahnvorstellungen, zur Verwirrtheit und zu starken Einschränkungen des Kurzzeitgedächtnisses kommen. Auch kurzfristige körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwindel und Übelkeit sind möglich.

cannabis-448661_1920Wie sich eine Langzeit-Einnahme von Marihuana auf Geist und Körper auswirkt, ist Gegenstand vieler Forschungen aber immer noch nicht wissenschaftlich bewiesen. Es scheint zu einer Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten zu kommen und sich besonders in der Pubertät auch ungünstig auf die allgemeine Entwicklung auszuwirken. Dauerhafte Hirnschädigungen, wie sie zum Beispiel beim Alkohol entstehen, wurden bei Marihuana nicht bewiesen. Eine Schädigung der Lungen durch das Inhalieren von Marihuana ist (über das Risiko des Rauchens allgemein) ebenfalls nicht belegt. Auch über die Möglichkeit einer Abhängigkeit streiten die Geister. Es gibt schon einige Belege dafür, dass eine gewisse Abhängigkeit entstehen, es auf der einen Seite zu einer Toleranzentwicklung und auf der anderen Seite zu Entzugserscheinungen kommen kann. Allerdings ist eine körperliche Abhängigkeit zum Beispiel weitaus geringer als eine Abhängigkeit bei Alkohol oder Opiaten. Die seelische Abhängigkeit dürfte da schon heftiger sein. Man schätzt, dass etwa 5 Prozent der Marihuana-Konsumenten Abhängigkeits-Tendenzen entwickeln. Das Risiko, dass Marihuana-Konsumenten im Laufe der Zeit auf „härtere Drogen“ umsteigen, ist zwar nicht zu leugnen aber ebenfalls eher gering.

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